3 Aspekte der Freiheit, die Du sofort in sein Leben integrieren kannst

Veröffentlicht von Kristina am

Freiheit ist ein großes Wort. Jeder will sie haben und viele von uns fühlen sich oftmals in ihrer Freiheit eingeschränkt. Sei es wie aktuell durch die Corona-Maßnahmen oder aber auch durch ganz alltägliche Dinge wie die Arbeit.

Doch was bedeutet eigentlich Freiheit? Angeregt von ein paar Büchern, die ich in letzter Zeit hierzu gelesen habe, möchte ich ein paar Gedanken zu diesem Thema teilen, die mir in den letzten Tagen zu diesem Thema durch den Kopf gingen.

Was bedeutet Freiheit?

Miguel Ruiz bringt in seinem Buch ‚Die vier Versprechen‚ gut auf den Punkt, was dazu gehört, uns frei zu fühlen. Wenn wir Kinder beim Spielen beobachten, können wir sehen, wie frei sie dabei sind. Sie sind frei von Wertvorstellungen und inneren Glaubenssätzen, die sie in vielen Aspekten des Lebens einschränken.

Denn das ist es, was Freiheit doch oftmals ausmacht: Ich tue das, was ich wirklich tun will. Ich drücke frei von Angst aus, was ich denke und fühle. Ich lebe mein Leben im Hier und Jetzt, ohne mich ständig um meine Vergangenheit oder meine Zukunft zu sorgen. Neue Dinge entdecken. Immer. Das Gefühl zu haben, mein Leben zu spielen.

Wie wir uns selbst unsere Freiheit nehmen

Je älter wir werden, desto mehr unterscheiden wir uns in unserem Denken und Handeln von Kindern, die im Gegensatz zu uns noch aus ihrer Intuition und ihrem Fühlen heraus handeln. Und auf diese Weise schränken wir uns selbst mehr und mehr in unserer Freiheit ein.

Miguel Ruiz reduziert das, was uns in unserer Freiheit einschränkt, auf drei wesentliche Punkte:

  • unser Glaubenssystem
  • unseren innerer Richter / unser Bewertungssystem
  • unser Opferverhalten

Unser Glaubenssystem haben wir im Laufe der Zeit basierend auf Erfahrungen und Erlebtem aufgebaut. Vieles davon ist von unseren Eltern oder anderen ‚Lehrern‘ übernommen. Oftmals ohne dass wir es wirklich hinterfragt haben. Wir haben beigebracht bekommen, dass bestimmte Dinge nicht möglich sind, dass manche Türen einfach geschlossen sind. Oft, ohne es wirklich zu hinterfragen.

Hinzu kommt unser innerer Richter, der es gewohnt ist, unsere Wahrnehmung der Realität in Gut und Schlecht zu unterteilen. Unser Bewertungssystem ist ständig damit beschäftigt, das was wir erleben zu beurteilen. Alles muss entweder gut oder schlecht sein. Es ist vielen von uns fast unmöglich geworden, einfach neugierig zu beobachten, was um uns herum geschieht, ohne es gleich zu bewerten.

Auch neigen wir dazu, uns als Opfer der äußeren Umstände zu sehen. Es ist immer einfacher, eine andere Person für die eigene Situation oder das eigene Fühlen verantwortlich zu machen, statt die Ursache bei sich selbst zu suchen. Und weil wir das unser Leben lang so vorgelebt bekommen haben, machen wir es auch weiter so.

Freiheit ist Deine Entscheidung!

Schauen wir einmal genauer hin, was uns in unserer Freiheit einschränkt, sind wir für die meisten Aspekte davon selbst verantwortlich.

Was uns von unserer Freiheit trennt

Von unserem Glaubenssystem lassen wir uns den Rahmen vorgeben, was wir in unserem Leben für möglich halten. Glauben dass wir diesen Rahmen nicht verlassen können. Auf diese Weise machen wir uns schnell zum Opfer dieses Rahmens, der so fest in unserem Glaubenssystem verankert ist. Wir trauen uns nicht zu, außerhalb dieses Rahmens zu denken. Denn alles, was außerhalb liegt, ist unbekannt und macht uns vielleicht sogar Angst. Und unser innerer Richter bewertet Unbekanntes oft als schlecht. Nur weil wir nicht wissen, wie wir uns in dieser neuen und unbekannten Situation verhalten sollen.

Sicherlich stellen unsere Wächter auf diese Weise auch einen Schutz dar. Aber wir können selbst entscheiden, ob wir uns von diesem Denken frei machen wollen. Wieder wertfreier und spielerischer an unser Leben herangehen. Neugierig neue Dinge ausprobieren. Spielerisch unsere eigenen Grenzen zu erforschen.

Wie Du mehr Freiheit in Dein Leben integrieren kannst

Viele von uns sehnen sich nach mehr Freiheit. Doch die wenigsten von uns sind wirklich bereit, die Schritte zu gehen, die dafür notwendig sind. Und das obwohl es nur drei Aspekte in unserem Leben sind, die wir verändern müssten. Allerdings ist es oft bequemer, uns weiter auf den ausgetretenen Pfaden unseres Lebens zu bewegen.

Wenn Dir das Thema Freiheit wirklich am Herzen liegt, solltest Du Dir Zeit nehmen, kritisch über die drei oben beschriebenen Punkte zu reflektieren.

Hinterfrage Deine Glaubenssätze!

Die meisten von uns bewegen sich nur in den Grenzen dessen, was sie für möglich halten. Dabei haben wir uns die meisten dieser Grenzen selbst gesetzt. Oft basieren diese Glaubenssätze auf Erlebnissen aus unserer Vergangenheit oder dem, was wir von anderen beigebracht bekommen haben.

Vielleicht hat uns vor vielen Jahren mal jemand erzählt, dass eine bestimmte Tür geschlossen sei. Oft glauben wir derartiges blind, ohne zu überprüfen, ob die Tür vielleicht in Wirklichkeit offen ist. Vielleicht war die Tür auch in der Vergangenheit tatsächlich einmal geschlossen. Und wir haben einfach nicht mitbekommen, dass sie inzwischen geöffnet ist. Aber statt zu probieren, ob wir inzwischen durch diese Tür hindurch gehen können, fühlen wir uns gefangen.

Ist die Tür wirklich zu?

Wenn Du Dich wieder einmal dabei ertappst, wie Du denkst, dass etwas was Du erreichen möchtest, nicht möglich ist, hinterfrage doch noch einmal ganz kritisch, ob es wirklich keinen Weg dort hin gibt. In der Regel gibt es einen Weg, das gewünschte zu erreichen. Nur ist dieser Weg nicht immer einfach. Wenn Du nun aber selbst die Entscheidung triffst, diesen Weg nicht zu gehen, bist Du auch selbst dafür verantwortlich, das Du nie an Deinem Ziel ankommst.

Hör auf zu bewerten!

Um die Welt um uns herum zu verstehen, benutzen wir häufig Kategorien, um die Vielzahl an Eindrücken einfacher verarbeitbar zu machen. Und diese Kategorien sind bei uns oftmals mit Bewertungen verknüpft.

Ein gutes Beispiel ist das Wetter. Die meisten von uns bewerten Sonne als gut, Regen als schlecht. Weil dies einfach dem entspricht, was uns irgendwann einmal beigebracht wurde. Dabei hat alles immer zwei Seiten. Eine Bekannte von mir sagte zu mir einmal ’no rain no rainbow‘. Ich denke, besser kann man es nicht zusammenfassen. Üblicherweise kann man wirklich alles (!) von mehr als einer Perspektive aus betrachten. Viel zu selten hinterfragen wir unsere eigenen Bewertungen.

no rain no rainbow

Insbesondere Veränderungen werden oft direkt als schlecht bewertet. Dabei sind sie einfach nur anders als das, was vorher war.

Vielleicht stellst Du Dir beim nächsten Mal, wenn Dir etwas schlecht vorkommt einfach mal die Frage, ob es nicht noch eine andere Sichtweise der Situation gibt. Vielleicht eine, die weniger negativ ist oder sogar komplett wertfrei. Bisher habe ich noch keine Situation erlebt, in der es nicht möglich war, eine positivere Perspektive einzunehmen. Falls es doch etwas geben sollte, schreib mir gerne eine Nachricht.

Ein schönes Spiel zu diesem Thema ist auch das Spiel ‚finde den nächstbesseren Gedanken‘. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Blogpost.

Geh raus aus Deiner Opferhaltung!

Grossstadtgeflüster bringen es in ihrem Text von ‚Fickt-Euch-Allee‚ gut auf den Punkt:

„Es ist ja nun mal so:
wenn‘s läuft dann waren’s immer alle
wenn es nicht läuft immer alle anderen“

Und tatsächlich geben wir viel zu häufig anderen oder den äußeren Umständen die Schuld daran, dass es uns schlecht geht. So wurde es uns von klein auf beigebracht und so wird es uns tagtäglich vorgelebt.

Blicken wir zurück auf die ersten beiden Punkte, wird aber schnell klar, dass wir selbst mit unseren Glaubenssätzen und Bewertungen Schöpfer unseres eigenen Lebens sind.

Natürlich ist es bequemer, anderen die Schuld dafür zu geben, als bei uns selbst zu suchen. Wenn ich mit meinem Rad aus der Kurve fliege, weil dort ein paar Kieselsteine liegen, ist es doch selbstverständlich, dass die Kieselsteine hieran schuld sind. Vielleicht hat sie sogar jemand böswillig dort hin gelegt. Dann gäbe es sogar eine konkrete Person, der ich hieran die Schuld geben könnte. Dass ich vielleicht selbst unachtsam und viel zu schnell in die Kurve gegangen bin, ist hier schnell vergessen.

Sind die Steine schuld oder die Kurve?

Und dies ist nur eins von vielen Beispielen, wo ich mich selbst zum Opfer mache, obwohl ich selbst die Situation hätte verhindern können.

Beobachte Dich einmal selbst. Und wenn Du Dich das nächste Mal als Opfer Deiner äußeren Umstände fühlst, überlege Dir, ob Du nicht selbst zu dieser Situation mit beigetragen hast. Oft spielen in diese Opferhaltung auch unsere Glaubenssätze und Bewertungen mit hinein. Denn oft sind es unsere Glaubenssätze, die uns suggerieren, dass es in einer bestimmten Situation keine Alternative gäbe. Oder unsere Bewertungen, die uns glauben lassen, dass eine Situation schlecht ist. Und schon ist es wieder unsere eigene Entscheidung, ob wir uns als Opfer sehen wollen oder nicht.

Hör auf Dir selbst im Weg zu stehen

Wir leben glücklicherweise in einer Gesellschaft, die uns viele Möglichkeiten bietet. So auch die Möglichkeit ein Leben zu leben, das unseren eigenen Vorstellungen entspricht. Wenn Du Dich in Deinem Leben frei fühlen möchtest, kannst Du Dir selbst ein Leben erschaffen, das Deinem Verständnis von Freiheit entspricht.

Natürlich gibt es dabei ein paar Rahmenbedingungen zu beachten. Und jeder Weg, für den wir uns entscheiden, hat einen bestimmten Preis. Aber es ist Deine Entscheidung, ob Du bereit bist, diesen Preis zu zahlen.

Oftmals hilft auch einfach schon ein Perspektivenwechsel, um Dich freier zu fühlen. Ein Beispiel aus der Läuferwelt, wie Du Lauftraining als Spiel statt als Pflicht sehen kannst, findest Du in dem Artikel Als Laufen noch Spaß machte. Sei einfach kreativ bei der Wahl Deines Blickwinkels. Versuche, Dein Leben nicht immer nur ernst zu nehmen. Und je häufiger Du aus Deinen alten Mustern ausbrichst, umso leichter wird es Dir auch zukünftig fallen.

Kategorien: Gedanken