Matovation

MOTIVation – finde Dein Motiv!

Das Thema Motivation begleitet mich schon eine ganze Weile. Sei es beim Sport, beim Arbeiten oder aber auch bei ganz alltäglichen Themen wie Kochen oder Hausarbeit. Immer wieder stelle ich mir die Frage, warum ich in manchen Themen versinken kann und alles um mich herum vergesse, während ich bei anderen Dingen schnell zum Meister der Prokrastination werde und mich mit allem nur nicht der Sache beschäftige, die es eigentlich zu erledigen gilt.

Informationen und Literatur zum Thema Motivation findet man im Internet in großen Mengen und oft ist es dabei schwer, den Fokus zu behalten. Immerhin beruhigend, dass ich offensichtlich nicht die einzige bin, die sich für das Thema interessiert und somit wohl auch nicht die einzige, die ab und an Probleme damit hat, motiviert zu bleiben. Jeder einzelne Autor beschreibt hierbei in seinen eigenen Worten eine ähnliche Realität. Die schönste Formulierung, die mir bisher hierzu über den Weg lief, war heute beim Hören einer älteren Folge des Talk About Podcasts von Human Essence. Denn letzten Endes enthält das Wort Motivation schon alles, was man darüber wissen muss: um motiviert zu bleiben, brauche ich genau eins: ein Motiv. So simpel kann es manchmal sein.

Leichter gesagt als getan, um motiviert zu sein brauche ich also ein Motiv. Aber wenn ich doch nun wirklich keine Lust dazu habe, etwas zu erledigen – wo nehme ich da auf die Schnelle ein Motiv her? Spontan fällt mir hier das Thema Auto fahren ein. Ich fahre nicht besonders gerne Auto, für Leute die mich kennen, ist das kein großes Geheimnis. Trotzdem war ich auch heute wieder mit dem Auto unterwegs und fand es gar nicht schlimm. Warum? Ganz einfach, die Zeit im Auto ist inzwischen die Zeit geworden, in der ich gerne Podcasts höre (wie zum Beispiel den oben erwähnten Podcast von Human Essence, bei dem ich mich inzwischen auch langsam zu den älteren Folgen vorarbeite). Zu Hause bin ich oft abgelenkt, beim Laufen genieße ich zu gerne die Natur, wann sonst habe ich derartig fokussiert Zeit, mich mit damit auseinander zu setzen. Und plötzlich fahre ich gerne Auto. Finde es manchmal noch nicht einmal schlimm, an einer roten Ampel zu stehen, da das die entscheidenden Minuten sind, die mir noch fehlen, um mit einer Folge fertig zu werden.

Das ist natürlich nur ein Beispiel. Was in meinen Augen wichtig ist beim Finden eines Motivs, ist ein gewisses Maß an Kreativität. Irgendein Motiv ist in jeder Tätigkeit zu finden. Dabei ist es sicherlich auch nicht verkehrt, mal etwas über den Tellerrand hinaus zu denken. So hatte ich zum Beispiel schon lange das Projekt vor Augen, regelmäßig Stabilisationsübungen für meinen Rücken zu machen. Nur an der Umsetzung ist es regelmäßig bei mir gescheitert, da der Leidensdruck einfach nicht groß genug war. Irgendwann kam dazu, dass ich mal wieder Lust hatte ein neues ‚Habit-Projekt‘ zu starten, das mich aus meiner Komfortzone herausbringt. Also eine neue Gewohnheit zu etablieren. Erst einmal fiel mir nichts ein, was für mich wirklich eine Herausforderung darstellte. Aus meinem Meditations-Projekt (jeden Tag mit einer kurzen Meditation zu beginnen) ist inzwischen eine lieb gewonnene Gewohnheit geworden, die für mich einfach dazu gehört und auch sonst fiel mir spontan nichts Sinnvolles ein. Bis mir dann die Idee kam, die Stabilisationsübungen als neue Gewohnheit zu nehmen. Plötzlich ging es also gar nicht mehr um die Übungen an sich sondern vielmehr darum, eine neue Mini-Herausforderung zu haben. Jeden Tag 5 Minuten sollte reichen. Und siehe da, plötzlich hatte ich genau das Motiv, das mir gefehlt hatte, um motiviert zu sein, das Ganze wirklich durchzuziehen. Auch wenn das mit meinem Rücken plötzlich gar nichts mehr zu tun hatte. Und genau das meine ich an dieser Stelle mit Kreativität bei der Wahl des Motivs.

Eine ganz wichtige abschließende Bemerkung zum Thema Motivation möchte ich trotzdem noch los werden, auch wieder von der Podcast-Folge inspiriert. In vielen Beiträgen zur Motivation steht Selbstoptimierung und Disziplin sehr stark im Vordergrund. Das muss nicht immer schlecht sein. Gleichzeitig sind wir aber alle keine Maschinen. Es geht im Leben nicht nur darum, alles möglichst effizient zu machen. Ja, Disziplin kann Freiheit schaffen, das wusste schon Aristoteles. Aber wenn wir irgendwann nur noch funktionieren bleibt doch auch irgendwie das Leben auf der Strecke. Wir haben nichts davon, wenn wir den ganzen Tag nur effizient und motiviert durchgearbeitet haben, und abends völlig erschöpft sind und den Abend nicht mehr genießen können. Wichtig ist es, dass wir uns in der Selbstoptimierung nicht verlieren und im Zweifelsfall auch mal eine kleine Auszeit gönnen. Pausen, um bei uns zu bleiben. Das haben Lilian & Christian in ihrer Folge sehr schön auf den Punkt gebracht.

Hier geht es übrigens zu der Podcast-Folge, falls der eine oder andere jetzt Lust auf die ganze Folge bekommen haben sollte.